Die Entdeckung des Winnetou
Sehen und gesehen werden, das gilt speziell für ein Filmfestival. Dass so ein Besuch von Erfolg gekrönt sein kann, beweist eine Anekdote aus dem Jahr 1962.
Pierre Brice reiste an und stellte seinen Film "Los Atracadores" vor. Zwar spielte er darin nur eine Nebenrolle, wurde dafür aber am Ende für seine Leistung als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
Interessant ist jedoch, was zuvor geschah. Auf einem der zahlreichen Empfänge war auch Produzent Horst Wendlandt zu Gast, der gerade die "Winnetou"-Verfilmungen vorbereitete und nach einem Hauptdarsteller suchte.
Der gut aussehende Franzose fiel ihm sofort auf. Der sprach zwar kein Wort Deutsch und hatte auch keinerlei indianische Wurzeln, aber das störte Wendlandt nicht.
Los ging es mit "Der Schatz im Silbersee". Der Rest ist, wie man so schön sagt, Filmgeschichte. Übrigens kannte Brice damals weder Winnetou noch Karl May.
Weiter zu Platz 2: Marianne Faithfull und der Zettel vom Kostümverleih
Die 10 ungewöhnlichsten Anekdoten zur Berlinale im Überblick
- 01 Pierre Brice und die Entdeckung
- 02 Marianne Faithfull und der Zettel vom Kostümverleih
- 03 "o.k." und der Abbruch des Festivals
- 04 Sean Connery und die Socken
- 05 Orson Welles und die Absage
- 06 Julia Roberts und das Desinteresse
- 07 "Die durch die Hölle gehen" und vergrätzte Russen
- 08 "Sie tanzte nur einen Sommer" und Nacktszenen
- 09 Andreas Dresen und der Spaziergang
- 10 70 mm Retrospektive und Nachtschwärmer
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Liste veröffentlicht am 07.02.2010
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