Lasse Virén
Mann ohne Nerven
Obwohl ihm wenige ganz große Läufe gelangen, war Lasse Virén der beste Langstreckenläufer der Siebziger. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München und 1976 in Montréal schaffte er das Langstrecken-Double und gewann über 5.000 und 10.000 Meter Gold.
Größte Bewunderung wurde ihm für seinen zweiten Triumph in München zuteil: In der zwölften Runde eines extrem schnellen 10.000-Meter-Rennens stürzte der Finne, ein zweiter Läufer kam dadurch ebenfalls zu Fall. Virén rappelte sich auf und nahm abgeschlagen die Verfolgung des Läuferpulks auf - mit durchschlagendem Erfolg: Der Finne gewann in Weltrekordzeit.
In der folgenden Olympiade - den vier Jahren zwischen den Spielen - fiel Virén nicht sonderlich auf. 1976 in Montreal war er aber wieder zur Stelle und siegte erneut auf beiden Strecken. Die Ehrenrunde nach dem 10.000-Meter-Sieg lief Lasse Virén mit seinen Laufschuhen in den Händen. Diese Werbung für seinen Ausrüster Asics nahm ihm das IOC so übel, dass es eine sofortige Sperre in Erwägung zog. Erst acht Stunden vor dem 5.000-Meter-Rennen bekam der extrem nervenstarke Virén grünes Licht für seinen vierten Olympiasieg.
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2 Kommentare
Liste veröffentlicht am 25.08.2011
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