Larry Graham
Revolutionäre Spieltechnik
Eine ungewöhnliche Spieltechnik - das Slappen - hat dem E-Bass neue Dimensionen erschlossen. Larry Graham (*1946) slappte auf seinem Fender Precision als erster. Freilich: Frühe Jazzbassisten hatten sich schon mit der "Schlagbass"-Technik hörbar gemacht.
Graham entwickelte seine Technik unabhängig davon aus dem Fingerpicking des Gitarrespiels - und zwar so: Er schlägt mit dem Daumen auf die tiefen Seiten und addiert so ein perkussives Element zum Basston, ein Knacken, ein Schmatzen. Die hohen Seiten werden mit dem Zeigefinger angerissen, so dass sie auf das Griffbrett knallen, und wieder ist da plötzlich: Percussion. Larry Graham, Bassist bei Sly and the Family Stone (das ist eine eigene Geschichte), setzte mit dem geslappten Bass das markanteste Soundzeichen des Funk.
Die Technik - Larry nannte sie "Thump and Plug" - wurde von unzähligen Bassisten der Welt kopiert und optimiert: Mark King, Stanley Clarke, Victor Wooten... Sie gehört heute zum Lehrstoff der Bassschulen.
Anhören: "You caught me smilin", Sly and the Family Stone: There's a riot going on (1971)
Weiter zu Platz 4: Paul Jackson
Die 10 einflussreichsten E-Bassisten im Überblick
- 01 James Jamerson
- 02 Jack Bruce
- 03 Larry Graham
- 04 Paul Jackson
- 05 Andy Fraser
- 06 Jaco Pastorius
- 07 Neil Stubenhaus
- 08 Pino Palladino
- 09 Raphael Saadiq
- 10 Richard Bona
17 Kommentare
Liste veröffentlicht am 17.09.2009
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