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Gstaad & Saanen

Gstaad & Saanen

Genuss auf hohem Niveau

Dass die 250 Kilometer Skipisten der Wintersportregion Gstaad im Berner Oberland selbst in der Hochsaison nicht überlaufen sind, liegt vielleicht auch daran, das viel Genuss etwas träge macht. Im Gault Millau 2010 sind 13 Restaurants der Region mit insgesamt 191 Punkten ausgezeichnet worden - was bedeutet, ein Gourmet kann in seinem 14-tägigen Urlaub jeden Abend ein anderen Feinschmecker-Lokal testen. Da kommt er nicht mehr groß auf die Piste. Aber vielleicht schafft er es noch zum Snow-Golf, zu einer Husky-Gletschertour oder wenigstens zum genussvollen Winterwandern.

Gstaad bietet keinen hektischen Skizirkus, sein Motto lautet "Come up and slow down". Entsprechend ruhig und diskret ist die Atmosphäre - und dass der Beschluss der Schweizer Justiz, Regisseur Roman Polanski per Kaution und elektronische Fußfessel an sein Chalet in Gstaad zu binden, so viel Rummel verursachte, passt den Einwohnern gar nicht. Die meisten Villen der Reichen wirken von außen wie traditionelle Bauernhäuser, auch wenn sich in ihrem Innern Tiefgaragen für Sportwagen, private Kinosäle oder luxuriöse Spas verbergen.

Formel-1-Besitzer Bernie Ecclestone hat sich in Gstaad ein Hotel gekauft, um sich vom Rennsport zu erholen. Roger Moore, Gunter Sachs, Johnny Hallyday, Alinghi-Chef und -Besitzer Ernesto Bertarelli und viele andere Prominenten zieht es immer wieder in den von vier Skigebieten umgebenen Ort. Roger Moore sagte einmal, dass er sehr schätze, dass sich die Einheimischen weniger für ihn als für das Auto interessierten, das er fahre. Der prominente Nachwuchs reift im "Le Rosey" heran, einem Edelinternat für Kinder reicher Eltern aus der ganzen Welt.

Wer nicht über ein eigenes Chalet verfügt, nächtigt im 1913 erbauten Fünf-Sterne-Superior-Hotel "Gstaad Palace", das wie ein kleines Schloss über dem Ort thront, oder im etwas stylisheren "Grand Hotel Bellevue". Zwei Alternativen in der weißen Natur: Auf dem Saanerslochgrat in 1.937 Metern Höhe können Winter-Enthusiasten im aus Schnee errichteten Iglu-Dorf bei null Grad übernachten. Zum Aufwärmen steht eine Sauna zur Verfügung. Etwas komfortabler und preisgünstiger ist Winter-Camping in Gstaad bei Bellerive Camping, wo man in der Hochsaison einen Wohnwagen für 75 Schweizer Franken die Nacht mieten kann.

Die Reichen und Prominenten treffen sich zum Dinner im Restaurant "Chesery", wo der deutsche Starkoch Robert Speth mit 18 Punkten die Liste der Gstaader Spitzenköche unangefochten anführt. An zweiter Stelle folgt Martin Dalsass, Chef des Chlösterli-Restaurants "By Dalsass", mit 17 Punkten. Zu den besten Restaurants der Ferienregion Gstaad zählen mit 16 Punkten auch "la Bagatelle" im Hotel "Le Grand Chalet" und das Restaurant "Sonnenhof" in Saanen. Die attraktivsten Bars finden sich in den Hotels, der Dancing-Club Chlösterli bietet Nightlife bis zum frühen Morgen, aber das auch sehr unaufgeregt, "in einer Lautstärke, bei der man sich noch unterhalten kann", wie das Management betont.

  • Schneeschuhwanderung am Abend auf dem Giferhorn - Foto: http://www.gstaad.ch

  • Johnny Hallyday - Foto: Wikipedia/www.photorock.com

  • Bernie Ecclestone - Foto: Wikipedia/PaddyBriggs

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Liste veröffentlicht am 02.01.2010

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