Die 10 wichtigsten Tipps zur Pflege eines Piercings
Der Begriff Piercing ist von dem englischen Verb "to pierce" abgeleitet und bedeutet übersetzt "durchbohren, durchstechen". Auch wenn Piercings in Deutschland erst seit gut zwei Jahrzehnten im Trend liegen, haben sie eine jahrtausendalte Tradition. Bereits die Urvölker Amerikas, Asiens und Afrikas haben Nasen, Lippen oder Zungen durchbohrt, um ihre Körper zu schmücken, egal, ob aus Tradition, religiösen Gründen oder weil es dem eigenen Schönheitsideal entsprach.
Piercings gehören zu den Maßnahmen der Body Modification (Englisch für Körperveränderung/Körpergestaltung). Andere Formen der Body Modification sind zum Beispiel Tätowierungen, Schmucknarben oder Implants (Schmuck, der unter die Haut implantiert wird).
Beim Piercen ist der Name Programm: Unterschiedlichster Schmuck wird in unterschiedlichste Körperbereiche "gestochen". Dafür verwenden Piercer häufig sogenannte Piercing-Nadeln, die durch einen Überzug geschützt sind. Nach dem Stechen kann die Nadel herausgezogen werden und der Überzug verbleibt im Stichkanal und hilft dabei, dass der Piercingschmuck eingesetzt werden kann.
Manche Piercer verwenden auch Hohlnadeln. Bei dieser Art des Stechens wird der Schmuck direkt in die Nadel gesteckt und gleichzeitig während des Stechens eingesetzt.
Eine andere Methode ist die Verwendung eines Dermal Punch. Der Dermal Punch ist eine Art Hohlnadel, mit der Gewebeteile herausgestanzt werden. Für das Einsetzen eines Dermal Anchors (kleine Trägerplatte in der Haut, auf der Schmuck angebracht wird), wird meist der Dermal Punch verwendet. Diese Art des Piercings ist ein Single-Point-Piercing, da es nur den Einstichkanal gibt.
Und genau um den Stichkanal geht es bei der richtigen Pflege des Piercings. Denn ein Stichkanal ist immer eine offene Wunde, die sich infizieren kann, da der Kanal zu einer Seite oder zu beiden Seiten offen ist – je nach Art des Piercings. Dieser Stichkanal sollte immer nur ausschließlich von einem Fachmann oder einer Fachfrau gestochen werden!
Für jedes Piercing gilt: Nur die richtige Pflege verhindert, dass Infektionen auftreten. Lesen Sie hier, welcher Pflege die unterschiedlichsten Piercings bedürfen.
... weiter zu Platz 1: Grundsätzliche Hinweise zur Pflege eines Piercings
Die 10 wichtigsten Tipps zur Pflege eines Piercings im Überblick
- 01 Grundsätzliche Hinweise zur Pflege eines Piercings
- 02 Pflege eines Piercings am Ohr
- 03 Piercing an den Augenbrauen
- 04 Bauchnabelpiercing
- 05 Dermal Anchor und Pflege
- 06 Zungenpiercing und Pflege
- 07 Lippenbändchen-Piercing
- 08 Piercings in der Nase
- 09 Piercing der Brustwarze
- 10 Frisch gestochene Intimpiercings
9 Kommentare
Liste veröffentlicht am 08.09.2011
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Kommentare zu wichtigsten Tipps zur Pflege eines Piercings
Sarah zu Zungenpiercing und Pflege
Hay, also ich bin 14 Jahre alt, und ich möcht mir soo gerne ein Zungenpiercing machen lassen. Aber ich habe soo viel Angst das der Piercer etwas falsch was, ich meine wen ich was falsch mache, da bin ich selber Schuld. Aber wen dieser Typ was falsch macht dann könnte ich mir dass niemals verzeihen was ich meinen Körper angetahen habe. Aber kann ein erfahrene Piercer was falsch machen? Was meint ihr?
(19.03.2013 um 19:13) Antwort schreiben
das tut nicht weh !! zu Lippenbändchen-Piercing
Ist das lebens gefährlich das selbstechen?
Und das tat nicht weh Ist das normal ?
(17.02.2013 um 11:39) Antwort schreiben
hab angst zu Bauchnabelpiercing
tut das weh habe angst
(15.10.2012 um 00:11) Antwort schreiben
Petra Markgraf
Auf Grund der Reaktionen habe ich bezüglich des empfohlenen Desinfektionsmittels Octenisept noch einmal intensiv recherchiert. Das Ergebnis bleibt das Gleiche. Laut Hersteller gibt es eine Einschränkung bei der Nutzung, die liegt aber nicht in der Nutzungsdauer. "Ein Piercing kann hundertprozentig über mehrere Monate hinweg mit Octenisept behandelt werden. Nur darf Octenisept nie mit Druck, z. B. mit einer Injektion, ins Gewebe eingebracht werden, da sonst Gewebeschäden entstehen könnten", so Herbert Mangold, Schülke & Mayr. "Bei Wundspülungen ist darauf zu achten, dass das Präparat nicht unter Druck ins Gewebe eingebracht, bzw. injiziert wird. Bei Spülungen von Wundaktivitäten ist darauf zu achten, dass ein Abfluss jederzeit gewährleistet ist...", Auszug einer Unternehmensmeldung. Auch wenn sich Octenisept demnach bei sachgemäßer Anwendung für die Pflege des Stichkanals eines Piercing eignet, wird die Empfehlung gestrichen. Damit soll jedoch lediglich die Objektivität gewahrt bleiben.
(30.09.2011 um 20:42) Antwort schreiben
detonat zu Grundsätzliche Hinweise zur Pflege eines Piercings
Ich betreibe ein Piercingstudio und kenne mich in der Szene seit vielen Jahren gut aus. Ich denke das polyhexanidhaltige Produkte in der Tat besser zur Piercingpflege geeignet sind, da sie die Haut nicht austrocknen und die Wundheilung fördern. Ich kenne beide Produkte und würde jedem zu ProntoLind raten! Viele Grüße
(22.09.2011 um 16:52) Antwort schreiben
Petra Markgraf
Sehr geehrte Wundexperten,
vielen Dank für Ihre Hinweise. Eine umfassende Recherche zum Thema ergab, dass rennomierte Piercings-Studios in der Tat Octenisept als dauerhaftes Desinfektionsmittel empfehlen und die Wundheilung dadurch (laut den befragten Fachleuten und Ärzten) keinesfalls beeinträchtigt wird und auch eine längere Anwendung den Heilungsprozess nicht negativ beeinflusst.
Desinfektionsmittel mit dem Wirkstoff Octenidindihydrochlorid wirken demnach schneller und breiter als Polyhexamid-haltige Mittel.
Falls Sie andere Erfahrungen bezüglich Octenisept und Ihren Piercings haben, dann ergänze ich diesen Listenpunkt gerne noch um diese.
@wundexperte: Die eingeblendete Werbung ist vom Autor nicht beeinflussbar und die Annahme, dass Octenisept sich zur Piercingnachsorge eignet,entstammt ausschließlich ausführlichen Interviews mit Fachleuten.
Danke für die konstruktive Auseinadersetzung!
Beste Grüße, PM
(15.09.2011 um 23:49) Antwort schreiben
Wundexperte zu Grundsätzliche Hinweise zur Pflege eines Piercings
Das scheint überhaupt nicht recharchiert zu sein. Eher vom Octenispet-Hersteller Schülke in Auftrag gegeben worden zu sein. Erklärt auch die Werbeanzeige zu Octenisept.
Sehe gerade, polyhexanid-haltige Pflege gibt's auch speziell für Piercings: Prontolind.
(10.09.2011 um 18:21) Antwort schreiben
Peter S.
Da gebe ich meinem Vorredner recht! da sollte man etwas besser recherchieren... Viele Grüße
(09.09.2011 um 13:55) Antwort schreiben
Wundexperte zu Grundsätzliche Hinweise zur Pflege eines Piercings
Sehr geehrte Frau Markgraf,
wie kommen Sie zu der Annahme, dass sich Octenisept (Zitat:"Infektionsmittel" ?) zur Piercingnachsorge eignet ? Gemäß Herstellerangabe (siehe Gebrauchsanweisung) soll es nur 14 Tage am Stück angewendet werden, Piercings brauchen zum Teil Monate zum Abheilen.
Sinnvoller ist es hierbei Mittel einzusetzen, die die Wundheilung nicht behindern, sondern fördern und keine Einschränkung der möglichen Anwendungszeit mit sich bringen. Dies ist z.B. bei Polyhexanid-haltigen Mittel gegeben.
(08.09.2011 um 14:20) Antwort schreiben