Urheberrecht

Die 10 wichtigsten Kritikpunkte an der GEMA

  • Ingo Gatzer
     
  • Von
    Literaturwissenschaftler (M. A.) und Diplom-Kaufmann
Die 10 wichtigsten Kritikpunkte an der GEMA
Cover-Grafik: Janine Auer
Die GEMA erfüllt eine wichtige Funktion - das ist unbestritten. Trotzdem wird sie immer wieder zur Zielscheibe von Kritik. Wir erklären, warum das so ist

Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft. Die Abkürzung steht dabei für "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte". Ihre Aufgabe ist es, ihre Mitglieder zu vertreten - und das sind Komponisten, Texter sowie Verleger musikalischer Werke. Die Nutzungsrechte für Dritte ergeben sich aus dem Urheberrecht. Und genau da kommt es zu Uneinigkeiten darüber, wie man diese am besten schützt.

Von diesen Mitgliedern, für die die GEMA die Rechte verwaltet, gibt es momentan über 63.000. Dazu kommen mehr als eine Million ausländischer Berechtigter. Rechnet man die Erlöse zusammen, erhält man für das Jahr 2009 über 841 Millionen Euro. Denn die GEMA sorgt dafür, dass die Urheber für die öffentliche Nutzung ihrer Werke angemessen entlohnt werden.

Die Entlohnung an sich ist eine sehr wichtige Grundlage für die Künstler. Obwohl dieses Ziel sicherlich ehrenwert ist, ist die GEMA nicht unumstritten - das liegt an ihren Praktiken. Denn die muten zum Teil Kultur behindernd oder sogar verhindernd an.

Die zehn wichtigsten Kritikpunkte an der GEMA erklären wir Ihnen hier.

... weiter zu Platz 1: Zu hohe Gebühren

Die 10 wichtigsten Kritikpunkte an der GEMA im Überblick

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20 Kommentare
Liste veröffentlicht am 04.01.2011

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Kommentare zu wichtigsten Kritikpunkte an der GEMA

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    anonymouse

    GEMA ? Nein Dane. wenn sie so weiter machen hat sich das Problem GEMA bald erledigt. Bin selbst Musiker und glaubt mir mal bevor ich die GEMA anrufe um meine Kohle zu bekommen hänge ich lieber meine klampfe an den Nagel.
    (11.12.2013 132370m 17:44) Antwort schreiben

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    MadDoc zu Diskriminierungen

    Manchmal möchte man lachen, wenn es nicht so wehtun würde. Erst vor wenigen Stunden wurden (bis auf einige Ausnahmen) sämtliche in Eigenregie produzierten Songs des eher unbekannten Musikers Voltaire gesperrt. Jetzt erlaubt es die Gema Künstlern noch nicht einmal, ihre eigenen Werke freiwillig gratis anzubieten? Zumal ein Kauf der Werke hierzulande nicht möglich ist, da die CDs nicht in Deutschland vertrieben werden. Somit haben Interessierte keine andere Wahl, als die Songs über Youtube zu hören. (Gängige Bezahl-Streamingprogramme wie z.B. Flatster finden die Songs nicht) Das, liebe Gema, ist nichts weiter als Willkür. Langsam frage ich mich, wofür GEMA eigentlich steht: Gierige Ekelpakete und Mitleidlose Ausgrenzer?
    (14.12.2012 308263m 21:21) Antwort schreiben

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    2011!!

    @GEMAdialog: zu Punkt 7: also nochmal zum mitschreiben--> wenn ich einen [rechteinhaber] nicht kenne .. kann ich sein [werk] nicht kaufen? wenn ich ihn auf youtube sehe kann ich es mir aber überlegen, ob ich das [werk] kaufen möchte .. youtube ist per se schon beteiligung, weil werbung!!!!! so is das mit dem web heutzutage..
    (24.11.2011 731932m 03:07) Antwort schreiben

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    2011!!

    @GEMAdialog: Die "Gegenleistung" für die Pauschalabgaben ist das Recht auf Privatkopie.

    Privatkopie meines eigenen werkes ? vielen dank für das recht an meinem eigenen werk!! darf ich denn auch weitere werke schaffen? oder muss ich erst eine "500 werke lizenz " besorgen ?
    (24.11.2011 412780m 03:02) Antwort schreiben

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    2011!!

    @GEMAdialog:
    " Mit der Zugehörigkeit zur GEMA überträgt uns jedes Mitglied automatisch die Überwachung seiner Nutzungsrechte. Da jede Nutzung geschützter Werke per Gesetz lizenzpflichtig ist, muss bei jeder öffentlichen Aufführung ein entsprechender Beitrag entrichtet werden – und zwar auch dann, wenn der Veranstalter mit dem Urheber identisch ist." --- noch fragen?????
    (24.11.2011 735580m 02:21) Antwort schreiben

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    2011!!!

    @GEMAdialog: führ maln dialog mit deiner führungsspitze .. ändert euch oder die evolution schafft euch ab ..gema= verwaltungswasserkopp .. das geht heute alles viel differenzierter und genauer .. da brauch man keine "deutschlandweiten verteilungsschlüssel" .. man KÖNNTE wenn man WOLLTE .. aber wer soll da BEZAHLEN? die gema ? GEMAweg!
    (24.11.2011 640838m 02:19) Antwort schreiben

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    G-Noise on MySpace

    G-Noise(MySpace)@Julia Schmidt:
    ja denke schon daß E-musik komplizierter ist. aber die akustiker erkennen das ja nicht. Oder spielen akoustiker bis zu 20 Instrumente gleichzeitig ?
    einfache aufstellung:
    - Drum,Snare, Claps, closed Hihat, Open hihat, diverse andere Percussions, Bass, ev. Bass 2, 2-3 Synthflächen, Gesang, diverse Filterautomationsspuren, andere Effektautomationsspuren.
    (27.08.2011 603998m 02:01) Antwort schreiben

  • Viele liebe Grüße
    Die ZEHN.DE Redaktion
    (13.01.2011 306383m 10:51) Antwort schreiben

  • Ad 10: Die Unterteilung erscheint willkürlich. Zur Anzahl öffentlicher Aufführungen ein Beispiel: Extremer Death-Metal wird nicht so häufig öffentlich aufgeführt wie Pop in den Top 10, dennoch gibt es hier meines Wissens keine unterschiedlichen Vergütungstarife. Die Behauptung, dass E-Musik aufwändiger in der Komposition ist, ist eine kaum haltbare Tendenzaussage. Ich wäre sehr gespannt, Belege für diese Behauptung zu erhalten. Hier wird anscheinend E-Musik als synonym für Orchestermusik verstanden. Das ist aber unzutreffend. Es ist wenig wahrscheinlich, dass ein Menuett, das Mozart mit 12 Jahren schrieb und das per Definition zur E-Musik zählt, in der Komposition aufwändiger war als heutige Werke der U-Musik. Tatsächlich ist die Unterscheidung von E- und U-Musik seit vielen Jahren umstritten und auch nicht besonders trennscharf. Darf E-Musik eigentlich unterhalten oder wird sie dann automatisch zur U-Musik?"
    (13.01.2011 654681m 10:38) Antwort schreiben

  • Ad 9: Durch einige Vereinfachungsregeln, welche auch von vielen Musikern als nützlich erachtet werden, ließen sich die Kosten für die Verwaltung aber noch reduzieren. Beispielsweise US-Verwertungsgesellschaften scheinen hier bessere bzw. schlankere Strukturen zu besitzen. Die Frage ist, ob sich die GEMA bei den Kosten am unteren Drittel oder an der Spitze der Verwertungsgesellschaften orientieren will.
    (13.01.2011 766227m 10:37) Antwort schreiben

  • Ad 7: Der Vorwurf trifft den Kern nicht. Fakt ist, dass YouTube angeboten hat, Geld an die GEMA zu zahlen, aber der GEMA diese Summe anscheinend nicht hoch genug war. YouTube-Eigner Google behauptet laut einem Artikel von „Spiegel Online“, dass man – wenn man dem Vorschlag der GEMA entsprochen hätte, sogar Geld verloren hätte: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,720533,00.html
    Dieser Artikel zeigt auch, dass YouTube mit den Verwertungsgesellschaften anderer Länder sehr wohl Regelungen treffen konnte. Es scheint ziemlich unterschiedliche Vorstellungen zu geben, was „angemessen“ ist.
    (13.01.2011 120312m 10:36) Antwort schreiben

  • Ad 6: Die GEMA scheint von vielen ihrer Mitglieder selbst nicht als transparent empfunden zu werden. Vgl. z. B.http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/feuilleton/4102920/artikel.php?SWAID=986d85b2bf0557b7b34e03ada4da2b8d
    Ohne jetzt noch eine Vielzahl von weiteren Links anzuführen, sei nur auf folgende Beobachtung verwiesen: Die Suche nach den gemeinsamen Auftreten der Begriffe „GEMA“ und „Tarifdschungel“ ergibt bei Google mehr als 37.000 Treffer. Offensichtlich empfindet die GEMA ihre Tarife nicht als undurchsichtig, andere jedoch schon.
    (13.01.2011 914017m 10:35) Antwort schreiben

  • Ad 5: Der Artikel weist deutlich darauf hin – übrigens im Gegensatz zu diversen anderen Pressetexten – dass die Gebühr nicht für das Singen, sondern das Kopieren von Notenblättern erhoben wird. Allerdings haben diverse Kindergärten als Reaktion beschlossen gar nicht mehr oder keine GEMA-pflichtigen Lieder mehr zu singen. Diverse nationale Spitzenpolitiker haben das Vorgehen der GEMA kritisiert, so dass ich den Eindruck habe, mich hier in guter Gesellschaft zu befinden.
    (13.01.2011 180821m 10:34) Antwort schreiben

  • Ad 3: Wie kann es sich im von mir angeführten Beispiel um eine „Gegenleistung“ handeln? Der Terminus „Gegenleistung“ impliziert, dass ich eine Leistung für eine andere erhalte. Welche Leistung erbringt die GEMA oder die Personen an welche die GEMA das Geld abführt, wenn ich beispielsweise meine Urlaubsvideos oder andere private Filme auf eine DVD brenne? Das Recht diese zu kopieren kann mir die GEMA gar nicht verschaffen oder nehmen, da ich der Urheber bin und selber alle Rechte besitze. Die obligatorische GEMA-Abgabe für beschreibbare Datenträger muss aber dennoch bezahlt werden. Ich persönlich erachte dieses für ungerecht.
    (13.01.2011 695760m 10:34) Antwort schreiben

  • Ad 1: „Nun muss es einem um YouTube nicht sonderlich leid tun, aber so langsam fragt man sich, mit welcher Berechtigung die Gema, eigentlich ihre Forderungen stellt. Immerhin sorgte sie zuletzt für Aufsehen, als sie die Gebühren für Konzerte um stolze 600 Prozent erhöhte. Einfach mal so, mit Hilfe einer komplizierten Formel, die auf den Punkt bringt, dass die Tarife bisher „unangemessen niedrig“ seien. Ein ganz schlechter Witz!“
    Zitiert nach Welt Online.
    Link: http://www.welt.de/kultur/article3483406/Diese-Gema-ist-der-Totengraeber-der-Musik.html
    In meinem Bericht wird deutlich ausgedrückt, dass ich mich auf diese Quelle beziehe.
    (13.01.2011 12567m 10:33) Antwort schreiben

  • Zunächst möchten wir uns vielmals bei der GEMA bedanken, dass sie sich die Zeit genommen hat, sich mit unserer Liste ausführlich zu beschäftigen und eine Gegendarstellung zu schreiben.

    Wir haben die Darstellung an den Autoren weitergeleitet und hier ist seine Antwort:

    "Ich habe meinen Artikel nach bestem Wissen und nach aufwändigen Recherchen geschrieben. Zur Antwort der GEMA möchte ich folgende Anmerkungen machen:
    (13.01.2011 156865m 10:32) Antwort schreiben

  • profile

    GEMAdialog

    Punkt 9 (Fortsetzung): Mit dem Eigenrepertoire ist es folgendermaßen: Mit der Zugehörigkeit zur GEMA überträgt uns jedes Mitglied automatisch die Überwachung seiner Nutzungsrechte. Da jede Nutzung geschützter Werke per Gesetz lizenzpflichtig ist, muss bei jeder öffentlichen Aufführung ein entsprechender Beitrag entrichtet werden – und zwar auch dann, wenn der Veranstalter mit dem Urheber identisch ist. Aus diesem Grund und aus Gründen der Gleichbehandlung der Rechtsnutzer ist die GEMA zu einem Inkasso verpflichtet. Das bedeutet jedoch nicht, dass die GEMA ihren Mitgliedern bei der Eigenpromotion „Steine in den Weg“ legt: so ist etwa die Präsentation eigener Werke zum nicht-kommerziellen Zweck auf der eigenen Websites nach Lizenzierung kostenlos.

    Zu Punkt 10: Werke aus der E-Musik werden weitaus nicht so oft öffentlich aufgeführt wie etwa ein Popsong, sind aber ungleich aufwändiger in der Komposition.

    Freundliche Grüße,
    das GEMAdialog-Team
    (12.01.2011 692519m 10:14) Antwort schreiben

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    GEMAdialog

    Zu Punkt 6: Transparente Informationen zu den Tarifen findet jede/r Interessierte jederzeit unter https://www.gema.de/musiknutzer.html

    Zu Punkt 7: Was hat die PC-Abgabe damit zu tun, dass YouTube im Umfeld der Werke von GEMA-Mitgliedern Werbeerlöse generiert aber die Kreativen nicht angemessen daran beteiligen will?

    Zu Punkt 9: Der Kostensatz der GEMA für die Verwaltung bewegt sich immer im Bereich um die 14 Prozent. Zum Vergleich: In anderen Ländern sind die durchschnittlichen Kostensätze der Verwertungsgesellschaften viel höher, beispielsweise Frankreich (21 Prozent), Belgien (24,4 Prozent) oder Schweiz (19,6 Prozent).
    (12.01.2011 560281m 10:13) Antwort schreiben

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    GEMAdialog

    Zu Punkt 5: Bereits Anfang 2010 hat die GEMA im Auftrag der VG Musikedition Kindergärten angeschrieben, um über die Möglichkeit zu informieren, Lizenzen für das Kopieren von Noten zu erwerben. In Deutschland ist laut Urheberrechtsgesetz die Vervielfältigung von "graphischen Aufzeichnungen von Werken der Musik" nur mit Einwilligung der Berechtigten erlaubt. Zuvor mussten die Kindergärten entweder Liederbücher kaufen oder die beteiligten Verlage um Erlaubnis fragen, bevor sie Kopien anfertigten. Auf das Singen verzichten muss aber auf alle Fälle niemand - denn Kindergartenkinder brauchen weder Noten noch Texte um fröhlich drauflossingen zu können! Für die Kopien, die für die Eltern gemacht werden, reicht in der Regel eine Lizenz für 500 Kopien. Übrigens: Rahmenverträge wurden von der VG Musikedition sehr wohl angestrebt - aber von Seiten der Kindergartenträger stieß dieser Vorschlag leider nicht auf Interesse.
    (12.01.2011 544534m 10:12) Antwort schreiben

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    GEMAdialog

    Sehr geehrtes Team von zehn.de, gerne möchten wir zu einigen Punkten etwas sagen:

    Zu Punkt 1: Die Behauptung, mit einer neuen Berechnungsformel würde eine Erhöhung von 600 Prozent entstehen, ist falsch. Ab dem 01.02.2009 betrug die Tariferhöhung im Konzertbereich, bezogen auf die Anzahl der Besucher, durchschnittlich 14%. Allerdings werden die Tarife schrittweise über einen Zeitraum von sechs Jahren, d. h. bis 2014, erhöht. Für die Mitglieder der Verbände der Konzertwirtschaft bedeutete das konkret eine Nettovergütung in Höhe von 8%.

    Zu Punkt 3: Die "Gegenleistung" für die Pauschalabgaben ist das Recht auf Privatkopie.
    (12.01.2011 957491m 10:09) Antwort schreiben

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