Die 10 strittigsten Thesen der Psychologie
Um die Seele ranken sich seht jeher viele Mythen und Sagen. Lange Zeit beschäftigten sich daher vor allem die Philosophen mit der Frage nach dem Innenleben des Menschen. Doch mit der Zeit kristallisierte sich eine neue Lehre heraus, die dieser Frage mit den Mitteln der Wissenschaft auf den Grund gehen wollte. Die Psychologie war geboren.
Doch auch im Angesicht dessen, dass es sich bei der Psychologie um eine empirische Wissenschaft handelt, gibt es in vielen Bereich noch sehr viel Raum für Spekulation und Vermutungen. Selbst wenn sich valide Ergebnisse finden lassen, so ist es immer noch die Aufgabe des Betrachters, diese Ergebnisse zu interpretieren und eine Theorie zu formulieren, mit Hilfe derer sich möglichst viele unterschiedliche Fälle erklären lassen.
Doch nicht jede Theorie in der Psychologie ist auch wasserfest. In der Vergangenheit haben einige Forscher zahlreiche Theorien aufgestellt, die bis heute stark angezweifelt werden, da sie zum Teil einfach nicht falsifizierbar sind. Besonders hervorzuheben ist hierbei natürlich Sigmund Freund. Aus diesem Grund enthält die folgende Liste auch zum größten Teil Theorien, die aus seiner Feder stammen.
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Die 10 strittigsten Thesen der Psychologie im Überblick
5 Kommentare
Liste veröffentlicht am 06.02.2011
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Kommentare zu strittigsten Thesen der Psychologie
Scylla zu Multiple Persönlichkeiten haben verschiedene Erkrankungen
Zu den verschiedenen Erkrankungen bei Multiplen kann ich nur sagen, dass es so ist. Ich bin betroffen und eine hat eine Brille während wir anderen keine brauchen. Eine hat eine Allergie gegen Lack, die die andere nicht hat und eine andere gegen Steckmaße welche in der Floristik benutzt wird. Die anderen auch da nicht.
Eine hier hat auch Borderline und andere wiederrum nicht. Und ich habe auch schon mit anderen Betroffenen gesprochen, bei denen es ebenfalls so ist.
(01.07.2011 um 14:17) Antwort schreiben
Julia Müller
@alba
Ich habe in meinem Artikel nicht die "revidierten" Ansichten beschrieben, sondern so, wie sie einst gedacht waren und entwickelt wurden. Natürlich kann man sämtliche Theorien mit Zugeständnissen und Änderungen heute als irgendwie zutreffend betrachten. Darum ging es hier jedoch nicht. Fokus war das Aufeinanderprallen verschiedener psychologischer Schulen und anhand deiner Reaktion kann ich darauf schließen, dass der Artikel wohl dementsprechen genügend Zündstoff enthält ;)
Liebe Grüße,
Julia
(08.02.2011 um 11:25) Antwort schreiben
Julia Müller
Liebe/r alba,
dass Altruismus in unserer Kultur belohnt wird, wage ich stark anzuzweifeln. Natürlich wird wohltätiges Verhalten in unserer Gesellschaft belohnt, Altruismus bezeichnet jedoch lediglich solches Verhalten, dass darauf ausgerichtet ist, anderen Menschen zu helfen und zwar unabhängig von Belohnung bzw. Verstärkung. Nun wird wohl der Großteil der Menschen nur deshalb prosozial handeln, weil es dafür ordentlich Zuspruch von der Umwelt gibt und weil ein solches Handeln den Selbswert ungemein steigert.
Prosoziales Verhalten und Altruismus sind eben nicht dasselbe.
Und zu den behavioralen Theorien: das zentrale Postulat der Behavioristen ist, dass das Verhalten durch eine Wechselwirkung von Reiz und Reaktion determiniert ist. Was dazwischen passiert, wird vernachlässigt, sonst hätte diese Lehre nicht den Anspruch gleiche Reaktionen unter gleichen Bedingungen replizieren zu können.
(08.02.2011 um 11:25) Antwort schreiben
alba zu Soziale Lerntheorien
oh je, hier hat die autorin aber mächtig was falsch verstanden.
niemand zweifelt heute an der lerntheorie und an positivem "reinforcement". das steht außer frage.
jede kultur ist eine normgebende und subjektive sozialisierung, die erwünschtes verhalten belohnt (abschlüsse, auszeichnungen usw) und negatives verhalten bestraft (gefängnis, soziale ausgrenzung).
dies steht KEINESFALLS im widerspruch zu altruistischem verhalten - denn eine kultur kann und unsere hat ja auch als wert, sich für andere einzusetzen, ohne dadurch einen direkten vorteil zu haben. und dass man dafür sogar bestraft wird, ist mir neu.
mit deiner aussage stellst du jegliche sozialisierungs- und erziehungswissenschaften in frage ;)
(08.02.2011 um 00:44) Antwort schreiben
alba zu Behaviorale Theorien
zu den behavioralen theorien.. natürlich können diese nicht unabhängig betrachtet werden, davon geht auch heute keiner mehr aus.
sie sind vielmehr als eine bestimmte perspektive anzusehen, und nicht, wie hier beschrieben, als alleinstehende theorien. der ansatz untersucht lediglich das verhalten von individuen auf bestimmte stimuli und bezeichnet das, was zu dem verhalten führt und im inneren des menschen abläuft, als black box. das bedeutet nicht, das alle exakt gleich reagieren müssen oder das das, was in der black box passiert, unwichtig ist. die behavioralen theorien sind eben schlicht eine bestimmte art der untersuchung, die sich auf die rekationen von individuen konzentriert - zumindest ist dies die heutige interpretation.
(08.02.2011 um 00:39) Antwort schreiben