Geldanlage

Die 10 besten Rohstoffanlagen

Die 10 besten Rohstoffanlagen
Cover-Grafik: Silke Schlotfeldt
Die Alternativen zu Aktien: Rohstoffe. Investieren Sie in Mais, Gold oder Öl. Denn deren Wert steigt oft um mehr als 50 Prozent

Statt in ein neues Sweatshirt von Hilfiger oder Boss hätten Sie im vergangenen Jahr besser Ihr Geld in den Grundstoff des Pullis investiert: Der Preis für Baumwolle stieg um 91 Prozent. Das Flauschmaterial ist damit so teuer wie zuletzt vor 150 Jahren. Auch andere agrarische und nicht-agrarische Rohstoffe legten 2010 rasant an Wert zu - Tendenz: weiter steigend. Mais: plus 51 Prozent, Weizen: plus 46 Prozent, Kaffee: plus 75 Prozent im Jahr 2010. Die Liste ließe sich lange fortsetzen.

Seit Jahren boomen die Rohstoffmärkte - aufgrund der brummenden Weltkonjunktur, allen voran das heißhungrige China, zum Teil aber auch einer immensen Spekulation geschuldet.

Der Hype um die Rohstoffe hat freilich seine Schattenseiten: Für immer mehr Menschen in den ärmsten Staaten der Erde werden Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Reis teuer bis schlicht unbezahlbar. Der Aufruhr in den arabischen Staaten ist zu einem großen Teil auch auf diesen Missstand zurückzuführen. Daher muss jeder Anleger mit sich und seinem Gewissen vorab klären, ob er mit seinem Investment in den agrarischen Rohstoffmarkt solche Entwicklungen noch befördern will. Wer sich dann besser fühlt, kann mittels sogenannter "Short"-Anlagen aber auch auf fallende Notierungen bei Weizen und Co. setzen.

Wer wegen des beschriebenen Dilemmas ein Problem mit Anlagen in Weizen, Soja, Reis oder Lebendvieh hat, dem bleibt immer noch die große Auswahl unter einer Vielzahl weiterer Rohstoffe: Nicht nur Agrarwerte, auch die Preise für Edelmetalle wie Gold und Silber, Energierohstoffe wie Öl und Gas oder Industriemetalle klettern - mit mehr oder minder starken Schwankungen - seit Jahren.

Selbst wenn die Weltkonjunktur und seine Zugmaschine China ihr Tempo drosseln sollten, ist am langfristigen Aufwärtstrend bei Rohstoffen kaum zu rütteln. Dafür spricht schon die ökonomische Grunderkenntnis: Auf vielen Märkten ist das Angebot begrenzt und trifft auf eine ständig steigende Nachfrage. Kurzfristig wird sich an der Angebotsknappheit auf vielen Märkten nichts tun: Ein neues Erdölfeld oder eine üppige Kupfermine erschließt man nicht binnen weniger Wochen oder Monate. Die Konsequenz aus der immer größeren Schere zwischen Angebot und Nachfrage: höhere Preise.

Bleibt die zentrale Frage: Wie investiert man am besten? Die gängigen Rohstoff-Futures sind wohl nur etwas für Profis und Großanleger. Für Einsteiger deutlich empfehlenswerter sind Exchange Traded Commodities (ETCs): Dahinter verbergen sich börsennotierte Schuldverschreibungen, die an die Wertentwicklung eines oder mehrerer Rohstoffpreise gekoppelt sind. Ein ETC ist extrem sicher, da die Schuldverschreibung wirklich mit "echtem" Rohstoff hinterlegt ist und das Ausfallrisiko des Emittenten eliminiert ist. ETCs sind zugleich auch extrem kostengünstige Anlagen: Es fallen weder Ausgabeaufschlag noch Rücknahmegebühr bei Kauf oder Verkauf über die Börse an. Und die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt nur einen Bruchteil der Gebühr, die etwa Anbieter von Rohstoffzertifikaten oder aktiv gemanagten Rohstofffonds berechnen. Marktplatz Nummer eins für ETCs in Deutschland ist die Börse Frankfurt. Hier finden Anleger alle handelbaren ETCs plus zahlreiche Zusatzinformationen.

Eine Alternative zum ETC ist der Kauf von Aktien eines Rohstoffunternehmens. Infrage kommen dafür beispielsweise die Aktien von Minenbetreibern, die Gold, Zink oder Kupfer fördern. Der Vorteil der Aktie: Sie bietet mit der Dividende eine laufende Verzinsung der Kapitalanlage, während Anleger beim direkten Rohstoffinvestment einzig auf den Preisaufschwung hoffen müssen und keine laufende Ausschüttung einstreichen.

Doch ganz gleich in welcher Form: Rohstoffe sollten trotz ihrer Kursrallye in jedem Depot nur Beiwerk und Ergänzung zu Aktien und Festzinswerten sein. Fünf bis maximal 15 Prozent Depotanteil sind eine gute Richtschnur.

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Die 10 besten Rohstoffanlagen im Überblick

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Liste veröffentlicht am 05.04.2011

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