Sprache
Die 10 am häufigsten falsch verwendeten Wörter
Manche Falschinterpretationen sind so hartnäckig, dass sie mittlerweile in den allgemeinen deutschen Sprachgebrauch übergegangen sind. Natürlich sind sie trotzdem immer noch falsch. Erst wenn der DUDEN, quasi die Bibel der deutschen Sprache, den falschen Begriff zähneknirschend - weil ihn sowieso alle falsch benutzen - als akzeptabel bewertet hat, rutscht das daneben gehauene Wort von der Illegalität in das komfortable Register des richtigen Gebrauchs.
Dieses Prozedere ist ausgesprochen frustrierend. Wäre es nicht angenehmer, von vornherein alle Ausdrücke im richtigen Zusammenhang mit korrekter Bedeutung zu benutzen?
Wohl demjenigen oder derjenigen, der oder die dazu in der Lage ist. Man muss weder Professor oder Professorin der Literaturwissenschaft noch Literatur-Nobelpreisträger/in sein, um zu erkennen, dass der alltägliche Blödsinn leider auch nicht vor der deutschen Sprache haltmacht. Hier sind die zehn am häufigsten gebrauchten sprachlichen Ausrutscher ...
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Die 10 am häufigsten falsch verwendeten Wörter im Überblick
- 01 Public Viewing
- 02 Sympathie
- 03 Busen
- 04 Reifenwechsel
- 05 Kult
- 06 Sorgen
- 07 Mann statt Frau
- 08 Verstorben
- 09 Irritiert
- 10 Wollte
43 Kommentare
Liste veröffentlicht am 18.05.2011
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Kommentare zu am häufigsten falsch verwendeten Wörter
PJ
@ZvS: das is ne mischung aus german und english und völlig richtig
(20.10.2012 um 23:12) Antwort schreiben
huk zu Wollte
zu wollte
Ich denke, dass wollte nicht als Vergangenheitsform zu verstehen ist, sondern als Konjunktiv, sozusagen in dem Sinn von: ich würde Sie gern fragen wollen - verkürzt: ich wollte Sie fragen.
(19.02.2012 um 11:41) Antwort schreiben
Dirty Harry zu Verstorben
zu Verstorben
Wer ist denn eigentlich verstorben, Herr Müller oder Herr Schmidt?
(19.02.2012 um 09:07) Antwort schreiben
Hans Dampf zu Sympathie
Diese Liste ist nichts als gequirlte Scheisse. Oder benutze ich das Wort "gequirlt" etwa falsch, weil ein vor mehreren tausend Jahren ausgestorbenes osteuroäisches Volk damit was anderes gemeint hat?
(30.11.2011 um 20:12) Antwort schreiben
Felix zu Kult
Kult ist ein Begriff mit mehrfacher Bedeutung, ähnlich wie Bank. Jedenfalls ist ein "Käfer" oder die "Rocky Horror Picture Show" Kult, was weder "in" noch "wieder angesagt" oder "modern" bedeutet.
(14.07.2011 um 20:22) Antwort schreiben
Felix zu Mann statt Frau
Wenn jemand ins Krankenhaus gefahren wird, um einen Arzt aufzusuchen, dann ist das Geschlecht des Arztes wohl egal. Daher ist umgangssprachlich Arzt auch eine Ärztin. Der politisch korrekte Begriff "Arzt oder Ärztin" hat sich als zu umständlich eben umgangssprachlich nicht durchgesetzt, wenn es alleine auf die Fähigkeiten und weniger auf das Geschlecht der Person ankommt.
(14.07.2011 um 20:12) Antwort schreiben
ZvS zu Kult
@Jef: realisieren ist doch okay. Immer mehr Deutsch wird im taeglichen Sprachgebrauch durch Germanglisch ersetzt. Oder hiess das Wort richtig "Gemanglisch" (Gemangeltes Germanisch) ?
(06.06.2011 um 18:20) Antwort schreiben
Halblang
@Mathematiker:
Auweia! - Den ggT sucht man in Zähler und Nenner um damit zu kürzen. Das kgV ermittelt man zur Umwandlung in gleichnamige Brüche (um eine Kombination von Punktrechnung und Strichrechnung aufzulösen). - Das ist elementare Arithmetik!
Wie gesagt, hier tobt sich (mäßig informierte) Besserwisserei aus. - Man muss auch mal Fünfe gerade sein ... und die Kirche im Dorf lassen.
(03.06.2011 um 22:44) Antwort schreiben
Mathematiker zu Public Viewing
Interessant finde ich auch mathematisch falsche Ausdrücke:
"etwas auf einen gemeinsamen Nenner bringen". Gemeint ist meistens, es auf den "größten gemeinsamen Teiler" bringen.
(03.06.2011 um 16:10) Antwort schreiben
er_weiß_es_selbst_nicht... zu Reifenwechsel
Zitat: "Also: Winterräder sind Räder mit aufgezogenen Reifen. "
Richtig: Felgen + Reifen.
(03.06.2011 um 16:05) Antwort schreiben
kaputte Ente
hmm, ich glaube,wir haben ein Problem: wir dürfen laut der Ansichten des Herrn Busch also Worte nur in ihrer ursprünglichen Bedeutung nutzen, heißt also: kein Tisch mehr, keinen Bus mehr, kein Auto,keine "Bohnenstangen" (als Personenbeschreibung), keine Bleistifte,......
Zum Abschluss eine kleine Frage: Beszeichnen Sie Ihre Frau dann auch ordnungsgemäß als Weib, Herr Busch?
Allen anderen wünsche ich dann morgen eine schöne Hochzeit^^
(01.06.2011 um 14:35) Antwort schreiben
Toto
Sprache hat sich immer entwickelt und wird sich auch weiterhin verändern. Im Zeitalter der Globalisierung und Vernetzung wurde dieser Vorgang lediglich beschleunigt.
(01.06.2011 um 07:16) Antwort schreiben
Genau!
@Brian: "The hospital said his body would be available for public viewing on Monday..."
(01.06.2011 um 01:56) Antwort schreiben
Brian zu Wollte
Dem Autor zufolge arbeiten bei der BBC vermutlich keine Engländer mehr
http://www.bbc.co.uk/search/?q=public%20viewing.
(01.06.2011 um 01:37) Antwort schreiben
Esme
Besonders wichtig ist der Rechtschreibduden; er galt von Ende 1956 bis 1996 in der Bundesrepublik Deutschland als maßgeblich für die amtliche deutsche Rechtschreibung.[3] Durch die Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 wurde ihm der Sonderstatus jedoch entzogen. Durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde außerdem festgestellt, dass die amtliche Rechtschreibung nur für begrenzte Teile der Schriftproduktion bindend ist, während im Übrigen ein jeder nach eigenem Gutdünken schreiben darf, auch nach frei erfundenen oder veralteten Regeln.[4
(31.05.2011 um 21:42) Antwort schreiben
Esme
Was geht denn hier ab?!! Ihr tut ja gerade so, als ob auf dem Philologenkongress der Obermuffti Swahili zum neuen Hochdeutsch erkoren hat und Ihr euch nun alle dran halten müsst. OO
Was ist so schlimm daran, wenn jemand dazu aufruft mal genauer darüber nachzudenken was man sagt?! Wenn es nach euch 'Heimkindern' (Jugendslang) geht, sollte ich also demnächst euch alle mit 'Krass Alter, knack die Bohne' ansprechen, bloss weil es sich im 'Sprachgebrauch' etabliert hat? 'Rudelgucken' steht auch im Duden, der im übrigen eine Richtlinie ist und nicht allein seligmachend. An dieser Stelle möchte ich auch mal die vielgeliebte Wikipedia zitieren:
(31.05.2011 um 21:41) Antwort schreiben
M. Le Tallec
Diese Liste stimmt hinten und vorne nicht. Man muss sich ernsthaft um die Qualität der münsteraner Hochschule machen, an der Sie studiert haben, Herr Busch.
(31.05.2011 um 18:29) Antwort schreiben
BM
Als Kommunikationstrainer distanziere ich mich von diesem Blödsinn.
(31.05.2011 um 14:39) Antwort schreiben
Pit Brett
Erinnert mich irgendwie an diesen hier:
http://www.bildblog.de/8399/wer-storm-saet-muss-gewitter-ernten/
Da wollte uns der Herr Kachelman weis machen, dass amerikanisches Englisch das korrekte Englisch sei. Nur weil er seine Wetterinfos aus den USA bezieht?
(31.05.2011 um 14:39) Antwort schreiben
Sprachuser
Absoluter Unfug, diese Liste.
Es gibt Mehrfachbedeutungen, es gibt Sprachentwicklung und es gibt unklare Ursprünge von Worten.
Nicht nur im Deutschen, sondern in allen möglichen Sprachen ist das so.
(30.05.2011 um 15:07) Antwort schreiben
Anti-Mietmaul
Si tacuisses . . .
Die unverbesserliche Seichtigkeit der Sprachnörgler
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachkritik/2011-05-30/die-unverbesserliche-seichtigkeit-der-sprachn-rgler-teil-1
(30.05.2011 um 14:55) Antwort schreiben
gnaddrig zu Kult
„Gemeint ist: Das ist "in", "gerade angesagt" oder wieder in Mode.“
Da muss ich jetzt aber ein paar Erbsen zählen:
„In“ bedeutet nichts dergleichen, mit „in“ beschreibt man, wo sich etwas befindet („in der Flasche“ etwa) oder wann etwas passiert (z.B. „in 2011“). „In“ ist kein Adjektiv, das zur Beschreibung von Dingen benutzt werden kann.
„Angesagt“ bedeutet nicht, dass etwas in Mode ist, sondern dass ein Ereignis durch einen Sprecher öffentlich (per Ansage) angekündigt wurde.
Und das „wieder“ ist hier fehl am Platze. Um Kult zu sein muss etwas nicht schon einmal in Mode gewesen, aus der Mode und wieder in Mode gekommen sein. Es reicht, zum erstenmal bei einer bestimmten Zielgruppe beliebt zu sein.
(30.05.2011 um 14:50) Antwort schreiben
Kah zu Sympathie
A propos Fremdwort: Von so unwichtigen Kleinigkeiten wie "Bedeutungswandel" oder "Kontext" scheint der selbsternannte Sprachtrainer wohl noch nichts gehört zu haben. Und ich dachte, Sick wäre unerträglich... Aber schlimmer geht's wohl immer.
(30.05.2011 um 14:37) Antwort schreiben
B. Russell zu Public Viewing
> und wohin gehen die anglophonen dann, wenn sie oeffentlich fussball angucken?
Einige von ihnen gehen zum "public viewing":
http://www.netzwort.de/commentarium/index.php?id=507
(30.05.2011 um 14:19) Antwort schreiben
Puschel zu Public Viewing
Public Viewing = Leichenschau bezieht sich übrigens auf einen fehlerhaften Wikipedia Eintrag, der seit 6 Jahren korrigiert ist. Sauber recherchiert würde ich sagen. :)
Für den Rest:
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachkritik/2011-05-30/die-unverbesserliche-seichtigkeit-der-sprachn-rgler-teil-1
Das Problem bei diesen Artikeln sind ja leider immer die Folgeschäden, da so viele diese Liste hier unüberprüft für korrekt halten.
(30.05.2011 um 11:19) Antwort schreiben
Halblang
Meine Güte, was tobt sich hier für eine Rechthaberei aus!
(30.05.2011 um 11:15) Antwort schreiben
Friederich zu Mann statt Frau
Falsch ist schon das in der Überschrift verwendete Begriffspaar »Mann / Frau«. Die korrekten Begriffspaare heißen »Mann / Weib« bzw. »Herr / Frau«.
(30.05.2011 um 10:56) Antwort schreiben
MekGeiwa zu Wollte
Sehr geehrter Herr Busch,
die von Ihnen scheinbar so geschätzen Kategorien Richtig und Falsch sind im Hinblick auf Sprache schlichtweg FALSCH. Und auch wenn ich mit Ihrer Auffasung sympathisiere, dass es manchen Menschen und vor allem denjenigen, die tagtäglich mit Sparche umgehen, an Sorgfalt und Genauigkeit mangelt, so muss ich mich doch entschieden dagegen wehren, dass Sie eine Liste mit den zehn häufigsten Fehler in der deutschen Sparche veröffentlichen ohne auch nur in irgendeiner Form auf eine Quelle hinzuweisen, die ihre Aussagen bestätigt. Ich könnte mich ebenso auf eine große Bühne stellen und behaupten, dass Andreas Busch keine Ahnung von seinem Fach habe und das er ein Lügner sei, weil seine Aussagen auf völlig frei erfundenen Fakten beruhen. Tue ich aber nicht.
Im übrigen ließe sich jedes ihrer Beispiele durch ein ähnliches Beispiel, das man ebenso häufig ließt auflösen. Sprache ist nunmal nicht richtig oder falsch.
(30.05.2011 um 10:40) Antwort schreiben
How about the morgue?
@mek: Ich glaube das heißt dann schlicht "open-air screening" (oder so ähnlich). Jedenfalls in der BBC.
(30.05.2011 um 10:04) Antwort schreiben
lupino zu Wollte
Wie kann jemand „Sprachtrainer“ sein, der so offensichtlich keine Ahnung von Sprachen hat?
(30.05.2011 um 09:45) Antwort schreiben
strelo zu Verstorben
Mit ihrem inzwischen/kürzlich verstorbenen Mann geführt.
(30.05.2011 um 09:37) Antwort schreiben
XD30 zu Mann statt Frau
Nicht zu vergessen die Leute, die gerne "etwas kommunizieren"...
Grundsätzlich sind die Beispiele aber ziemlich einfach, im Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" inkl. Fortsetzungen sind bessere Absurditäten aufgeführt.
(25.05.2011 um 21:57) Antwort schreiben
JK zu Wollte
Meine Güte - Sprachen ändern sich nun einmal. Ansonsten würden wir wohl noch genau so sprechen wie zurzeit Goethes. Ich finde das ganz normal. Ganz im Gegenteil zu diesem oberlehrerhaften Ton des Autors.
(25.05.2011 um 19:30) Antwort schreiben
mek zu Public Viewing
und wohin gehen die anglophonen dann, wenn sie oeffentlich fussball angucken? oder ist das was, was es nur in deutschland gibt?
(25.05.2011 um 15:42) Antwort schreiben
tro zu Sympathie
Zu "Sympathie"
Hier irrt Herr Busch. In dem von ihm zitierten "DUDEN" wird Sympathie mit "Zuneigung" Wohlgefallen" erläutert.
Aber kein Grund für commirseratio !
(24.05.2011 um 13:49) Antwort schreiben
HUR zu Mann statt Frau
Zu Punkt 7:
Das generische Maskulinum ist eine historisch gewachsene, vernünftige Bezeichnung für bestimmte Gruppen.
(24.05.2011 um 13:18) Antwort schreiben
BW zu Public Viewing
Für Public viewing gibt es doch das schöne neue Wort: Rudelgucken, steht auch im neueesten Duden
(24.05.2011 um 12:47) Antwort schreiben
kon zu Verstorben
Sic! Hier spätestens hätte dem Autoren der DDR-Lapsus auffallen sollen. Schließlich aber eine rundheraus lesenswerte und amüsante Liste. Schappeau, wie der Hundefuttervertreter zu sagen pflegt.
(24.05.2011 um 11:53) Antwort schreiben
kon zu Mann statt Frau
Also "Arzt" statt "Ärztin" wurde in den Neuen Bundesländern (der in der Tat dann "ehemaligen DDR"), nicht dagegen vor 1989/90 in der DDR? Das ist wirklich interessant!
Im Übrigen ist der Gebrauch der herkömmlichen grammatikalisch männlichen Einheitsbezeichnung ein Zeichen für gutes Sprachgefüht, würden so die Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schlichten Bürgern entschwulstet werden können.
(24.05.2011 um 11:47) Antwort schreiben
Hehe zu Wollte
da liegen die fussballer gar nicht so falsch ;)
Bedeutungen:
[1] einen Plan verwirklichen, in die Tat umsetzen
[2] Wirtschaft: in echten Wert umsetzen
[3] sich einer Sache bewusst werden <<<<<<
(24.05.2011 um 06:37) Antwort schreiben
Doreen Brumme zu Wollte
und ich redigiere in Texten immer wieder die beliebte Präposition "durch", die in vielen Zusammenhängen unpräzise oder gar falsch verwendet wird und die mit so vielen anderen Präpositionen wie "von" oder "mit" besser ersetzt worden wäre. Auch das "wie zum Beispiel" nervt mich häufig, da es doch doppelt ausdrückt, was ein einzelnes "wie" oder "zum Beispiel" schon sagt.
(19.05.2011 um 10:45) Antwort schreiben
xD zu Reifenwechsel
Naja dann trifft das aber beim Fahrrad zu. xD
(18.05.2011 um 18:12) Antwort schreiben
Jef zu Wollte
Da fehlt mir noch"realisieren". Immer sehr beliebt bei Fussballspielern , die nach dem Spiel befrag werden: " Was heute Abend passiert ist, habe ich noch gar nicht richtig realisiert...." realisieren= verwirklichen.
(18.05.2011 um 17:37) Antwort schreiben