Andy Fraser
Bass-Wunderkind
Andy Fraser (*1952) und "Free": die Entdeckung der Langsamkeit. Die weiße Rockmusik der späten Sechziger tendierte dazu, aus dem Blues ein lautes Showbiz mit Wettkampfcharakter (wer spielt die schnellste Gitarre) zu machen. Free dagegen war slow, sad und wieder nah am Ursprung. Die schwärzeste weiße Rockband der Zeit.
Andy Frasers Bass hat viel dazu beigetragen. Sein Bass-Sound (Epiphone Rivoli Bass und Gibson EB-3) war stumpf, wie mit der Hand abgedämpft; das Spiel - getupfte Achtel, ohne Legato; die Läufe - zerlegte Harmonien über die ganze Länge des Griffbretts. Sein Kontrapunkt (Fraser sagt, er orientiere sich mehr an der Melodie als am Schlagzeug) gab dem Rock von Free ein funkiges, jazziges Timbre.
Frasers Kunst ist die des Weglassens: höchste Spannung da, wo der erwartete Ton nicht kommt. Fraser war ein Wunderkind. Mit Zwanzig stieg er bei Free aus. Was danach kam, - zu vergessen. Auch sein unvergleichliches Bass-Spiel gedieh nur auf Free-Gelände und verblühte danach.
Anhören: "Mr. Big", Free: Fire and Water (1970)
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Die 10 einflussreichsten E-Bassisten im Überblick
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- 03 Larry Graham
- 04 Paul Jackson
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- 06 Jaco Pastorius
- 07 Neil Stubenhaus
- 08 Pino Palladino
- 09 Raphael Saadiq
- 10 Richard Bona
17 Kommentare
Liste veröffentlicht am 17.09.2009
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